Ökologie

Heizung und Warmwasser

Die Wärme für Heizung und Warmwasserbereitung wird in der Grundlast von zwei Blockheizkraftwerken der Fa. Senertec (5,5 kWel und 12,5 kW th) und in der Spitzenlast von einem Gaskessel mit 50 kW Leistung bereitgestellt.

Der Wärmebedarf des Gebäudes beträgt ca. 50 kW. Die BHKWs liefern, obwohl sie nur 50% der gesamten Leistung bereitstellt, 95% des Jahreswärmebedarfes. Die ist auch der Grund dafür weshalb auf einen Gasbrennwertkessel als Spitzenlastwärmeerzeuger verzichtet wurde.

Die Wärme wird mittels eines zentralen Wärmemengenzählers erfasst und dient zur Abrechnung mit den Bewohnern. Als Abrechnungsgrundlage dient der vom örtliche EVU (REWAG) angebotene Wärmelieferungstarif. 

Energieausweis
Für das Blaue Haus wurde ein Energieausweis erstellt, den Sie hier downloaden können.

Energieausweis (pdf)

Eigene Stromgewinnung

Der erzeugte Strom wird primär ins Hausnetz eingespeist und ebenfalls zu den günstigsten REWAG Stromtarifen direkt an die Bewohner verkauft. Die Differenz zwischen Erzeugung und Verbrauch wird von Netz bezogen oder eingespeist. Da die Einspeisevergütung (für Strom) unterhalb des Preises für Gas liegt kann der eingespeiste Strom komplett in Wärme umgewandelt werden. (Neudeutsch: Power to Heat oder im allgemeinen Sprachgebrauch als auch elektr. Heizung bekannt)

Im Jahr wird ca. 135%  des in den zwei Häusern benötigten Stromes erzeugt und das obwohl im Nachbarhaus noch ein Wohnung mit Nachtspeicheröfen versorgt wird.  Auch das Rückgebäude des unmittelbar an die Heizentrale angrenzenden Nachbarn mit Wärme (2 Wohnungen) und Strom (3 Wohnung) versorgt.

Am Vorderhaus bei der Einfahrt befindet sich eine Ladestation für Elektroautos, die die Bewohner kostenlos nutzen können.

Fotovoltaikanlage

Die Solarstromanlage mit ca. 6,3 kW p wurde installiert. Der voraussichtliche Jahresertrag bei 850 kWh/kWp beläuft sich auf 5.355 kWh. Der erzeugte Strom wird zu 100% ins öffentliche Netz eingespeist.

Aufgrund verschiedener Maßnahmen bei der Sanierung (Erneuerung der Fenster, Dachdämmung, Zentralheizungseinbau BHKW und Solaranlage) konnte der Ausstoß von CO2- Ãquivalenten um 66% reduziert werden.

Ladestation

Es steht ein 230V (16A) =>3,7kW) Steckdose zum Laden von Elektrofahrzeugen zur Verfügung. Der Strom kann und wird bei größeren Verbrauch (>100kWh) über die Nebenkosten separat abgerechnet.

Der Strom stammt zu 100% aus eigener Kraft-Wärme-Kopplung (3 BHKW`s von Senertec die das Haus beheizen) sowie CO2-neutral aus Wind- und Wasserkraftanlegen (EVW bzw. Jurastrom)

Zusammenfassung

Aus ökologischen Gründen ist der Einsatz von BHKW´s zu empfehlen. In Verbindung mit Nahwärmetarif, Stromsteuer, Ökosteuer KWK Gesetz und Verkauf von Strom an Tarifkunden, bei denen keine Durchleitungsgebühren des Netzbetreibers anfallen, ist ein wirtschaftlicher Betrieb darstellbar.

Mit der Umstellung auf Gaszentralheizung und BHKW konnte der CO2 Ausstoß um 52% verringert werden. Für die gleiche Energieeinsparung müsste eine Fotovolaikanlage mit 26 kWp errichtet werden.


 

Mehr zum Thema Haus- und Energietechnik erfahren Sie hier auf meiner Homepage www.ib-loew.de